Tranfer bedingt haben wir erst jetzt - in Gafsele, der Mushermetropole Europas - die Gelegenheit, etwas darüber zu erzählen, wie in Skelleftea die ESDRA-EM 2008 ausging ...

Der Tag begann gleich mit dem
8-Hundehammer! Ein richtiger Krimi!
Hege schien am Anfang der Strecke
Pasi Sekunde für Sekunde abzunehmen. Doch dann - sagte sie uns später - hatte eine Hündin bei den Bergabpassagen Probleme und als es dann im Folketsgarden wieder hoch ging, verlor sie nicht nur die anfangs gewonnene Zeit, sondern einige weitere Sekunden dazu.
Pasi wurde Erster mit 16 Sekunden Vorsprung - nach den drei Tagen ... und der finnische Betreuer, der weiß Gott woher, immer alle Sekundenabstände parat hatte, fuhr mit seinen Skiern wieder vom Trail zum Start-/Ziebereich und meinte noch vorher, dass das wohl ein "historischer" Erfolg für Finnland sei, denn noch nie sei ein 8-Hunde-Team aus SF Europameister gewesen ...!
... und ganz bescheiden, still und leise gab es dann auch noch die Bronze-Medaille für das
Freude-am Fahren -Team aus
Niederhaslingen.
Xandi Kathan konnte zwar nicht an die ersten beiden heranfahren, setzte sich aber von den hinter ihr Platzierten deutlich ab. Klasse!

Das
offene Rennen war leider etwas weniger spannend. Zumindest was Platz eins betraf. Dort hat sich der
Parademusher aus Borken wieder einmal durchgesetzt. Fast drei Minuten lagen dann zwischen dem Europameister und dem Vize, der hart umkämpft war.
Marc und
Kurt trennten zum Schluss nur 5 Sekunden!!! Auch hier hatten die Nachfolgenden einen gehörigen Respektabstand eingehalten ...

Aber unser Favoritenrennen war das Finale der kleinsten Gespannklasse, der
4-Hunde-Klasse. Hier hatte
Uwe - erfuhren wir nach dem Rennen - an den ersten beiden Tagen Probleme mit dem Trail oder auch einmal mit der eigenen Balance - 'man wird ja auch nicht jünger' oder so ähnlich lautete sein Kommentar. Am dritten Tag gab es dann volle Konzentration und einen 35 Sekunden Vorsprung, der saldiert mit den Tagen zuvor immerhin noch 20 Sekunden übrig ließ.
Lena war wohl ein bisschen enttäuscht. So knapp vor dem Titelgewinn noch einmal abgefangen zu werden, hat der ehrgeizigen, immerjungen Norwegerin sicher einen Dämpfer gegeben. Aber bei der Siegerehrung war sie schon wieder charmant wie eh und je ...

Die
6-Hund-Klasse schien eigentlich schon für
Niklas Dirland entschieden zu sein. Aber die Gegenwehr von
Jiri Trnka war heftig: immerhin 23 Sekunden fuhr der Titelverteidiger aus Tschechien schneller als der norwegische Lockenkopf. Am Ende fehlten ihm 18 Sekunden auf den neuen Europameister Niklas "Fast-Eddy". Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es um Platz drei.
Julie Bloch und
Vesa-Pekka Lehtomäki trennten am Ende nur 9 Sekunden, die der Finne im letzten Rennen herausgefahren hat ...
Tollen Sport gab es auch bei den Skifahrern. Da sollten wir bei Gelegenheit auch noch einmal einige Fotos zeigen und Eindrücke widergeben. Nun werden wir aber die Neuplanung unseres Transfers zur WSA-Husky-WM nach Asarna in Angriff nehmen müssen ... danach mehr aus Lappland bzw. Schweden von schnellen Schlappies und schönen Huskies!