
Im mit 450 bis 500 Leuten voll besetzten Bankettsaal im Rica Hotel in Alta gab es ein unterhaltsames Programm mit Essen, Musik, kurzen Reden, Videos des aktuellen Rennens, historische Aufnahmen, TV-Programmen mit dem Sieger und mit Las Monsen und Ehrungen natürlich.
Die Ersten wurden noch einmal auf die Bühne gerufen und ließen noch einmal alles Revue passieren, der Musher mit dem meisten Pech wurde geehrt und der Musher mit dem besten Dog-Handling bzw. Dog-Care. Letzteres wurde unser Lieblingsmotiv auf dem Trail:
Nina Skramstad. Kein Wunder, denn sie hat ja auch ein Buch über Hunde und den Umgang mit ihnen geschrieben, das sie auch zahlreich an die Anwesenden signiert verteilte. Sogar
Bernhard Schuchert hat sich eines signieren lassen.

Ganz rührend war der Auftritt von
Isabelle Travadon, die mit ihren Siberian Huiskies um etwa 22:30 Uhr in Alta ankam und direkt ins Hotel auf die Bühne geführt wurde. Hunger habe sie, sagte sie dort. Sie habe lange auf dem Schlitten gestanden, nicht gegessen und nichts getrunken. Für ihre Huskies war das letzte lange Stück heute Nacht etwas zu bergig, zu warm und windig gewesen (es hatte nur - 4 Grad). Außerdem schneite es in den Bergen. Aber sie sei stolz darauf, aus Südfrankreich zu kommen und das längste Rennen Europas und zudem das nördlichste der Welt mit ihren tollen Hunden gefinisht zu haben. Die 47-Jährige stand auf der Bühne wie ein glücklicher Teenager ... und bekam natürlich - wie das in Norwegen üblich ist -
standing ovations.
Wolfram Schumacher war bis kurz vor dem letzten Checkpoint noch guter Dinge, das Ziel eventuell noch zum Bankett zu erreichen. Leider wurden seine HUnde vor dem letzten Checkpoint immer langsamer. Er ist in Jotka angekommen, muss allerdings eine längere Pause dort einlegen und wird Alta wohl erst morgen Früh erreichen. Auf jeden Fall drücken wir ihm die Daumen; denn hier oben zu finishen ist aller Ehren wert.